Obwohl der Kampf gegen HIV und AIDS schon seit vielen Jahren von großer Wichtigkeit ist, gibt es in unserer Gesellschaft noch immer eine Tabuisierung dieses Themas. Trotz sexueller Selbstbestimmung und weitreichender Aufklärung herrschen in Teilen der Bevölkerung nach wie vor Unwissenheit und Schweigen. Das macht es unseren Mitmenschen, die selbst von einer HIV-Infektion betroffen sind, besonders schwer.

Neben der Gefahr für die eigene Gesundheit sehen sich Betroffene auch der gesellschaftlichen Stigmatisierung ausgesetzt. Viele haben deshalb Angst davor, offen über ihre HIV-Infektion zu sprechen.

Dabei halte ich es für unerlässlich, dass auf dieses Thema aufmerksam gemacht wird. Denn leider ist es trotz vieler Initiativen und Kampagnen, die sich mit aller Macht gegen HIV und AIDS einsetzen, noch immer notwendig, Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn nur, wenn den Menschen wieder und wieder verdeutlicht wird, wie gefährlich AIDS ist und wie leicht es ist, sich gegen eine HIV-Infektion zu schützen, können wir eines Tages das Ziel erreichen, HIV und AIDS besiegt zu haben.

Daher bin ich froh, dass sich beim House of Queer Sister e.V. Menschen zusammenschließen, um diesen Kampf gemeinsam zu bestreiten.
Sie leisten wichtige Präventionsarbeit und stehen den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. In meinem langjährigen Engagement für die Belange der Betroffenen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, dass die Menschen ihre Kräfte bündeln und Interessen gemeinsam vertreten. Deshalb bin ich froh, dass House of Queer Sisters e.V. den Kampf gegen HIV und AIDS derart entschlossen führt – hierfür wünsche ich ihnen weiterhin alles Gute!

Elfi Scho-Antwerpes
Bürgermeisterin der Stadt Köln